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2/2019

Themen

  • Brexit-Steuerbegleitgesetz
  • Verpackungsgesetz 2019
  • Verfall von Urlaubsansprüchen

Sehr geehrte Damen und Herren, 

vor einigen Wochen hat der Bundesfinanzhof überraschend seine Rechtsprechung zu der umsatzsteuerlichen Behandlung von Bruchteilsgemeinschaften geändert. Danach kann eine Bruchteilsgemeinschaft nicht Unternehmer sein. Vielmehr erbringen die Gemeinschafter die umsatzsteuerbaren Leistungen, können Vorsteuer geltend machen und müssen Umsatzsteuervoranmeldungen und -jahreserklärungen abgeben sowie Vorauszahlungen leisten. Betroffen sind insbesondere Grundstücksgemeinschaften, bei denen mehrere Eigentümer mit einem bestimmten Anteil an einem Grundstück im Grundbuch eingetragen sind. Die Finanzverwaltung wird sich zeitnah mit der Umsetzung der geänderten Rechtsprechung auseinandersetzen müssen.

Die Vermietung zwischen Angehörigen führt immer wieder zu Streitigkeiten mit der Finanzverwaltung. Ist eine Miete nicht fremdüblich, kommt es zu einer Kürzung der steuerlich abziehbaren Ausgaben. Wann eine Miete fremdüblich ist, bestimmt sich nach der ortsüblichen Vergleichsmiete. Für Wohnungen werden seitens der Städte und Gemeinden regelmäßig Mietspiegel veröffentlicht, an denen man sich orientieren kann. Bei der Vermietung von Gewerbeflächen ist die Ermittlung tatsächlicher Vergleichsmieten schon schwieriger. Hier hat der Bundesfinanzhof entschieden, dass solche Vergleichsmieten nicht auf Basis von statistischen Ertragswerten berechnet werden dürfen. Vielmehr sei ein mit der örtlichen Marktsituation vertrauter Sachverständiger heranzuziehen.

Zu diesen und weiteren Themen wünsche ich Ihnen eine interessante Lektüre.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Holger Witteler