Änderungen bei den Intrastat-Meldungen zum 01.01.2022

Intrastat-Meldungen dienen der Erfassung des tatsächlichen Warenverkehrs zwischen den Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Unternehmen müssen Warenversendungen und -eingänge zentral melden; in Deutschland an das Statistische Bundesamt. Voraussetzung ist, dass bestimmte Grenzen überschritten werden und zwar 500.000 € bei Versendungen in andere bzw. 800.000 € bei Eingängen aus anderen Mitgliedstaaten. weiterlesen

Einführung einer weltweiten Mindeststeuer für Unternehmen

Im Juli 2021 haben die Finanzminister der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer eine historische Reform der internationalen Unternehmensbesteuerung beschlossen. Konkret geht es um die Verteilung der Besteuerungsrechte sowie die Einführung einer weltweiten Mindeststeuer für international tätige Unternehmensgruppen, insbesondere der Digitalkonzerne. Das Konzept basiert auf Entwürfen der OECD und umfasst zwei Säulen, die wir nachfolgend vorstellen. Insgesamt haben bereits 132 Länder der Ausarbeitung und Umsetzung dieser Regelungen zugestimmt. weiterlesen

Steuerliche Vereinfachung für kleine Photovoltaikanlagen und Blockheizkraftwerke

Einnahmen und Ausgaben aus einer kleinen Photovoltaikanlage (bis zu 10 kW) oder einem kleinen Blockheizkraftwerkes (bis zu 2,5 kW) müssen künftig auf Antrag nicht mehr in der Einkommensteuererklärung angegeben werden. Voraussetzung ist, dass sich die Anlage auf bzw. in einem zu eigenen Wohnzwecken genutzten Ein- oder Zweifamilienhaus (einschließlich Garage oder Carport) befindet und nach dem 31.12.2003 in Betrieb genommen wurde. Das gab das Bundesfinanzministerium am 02.06.2021 bekannt. weiterlesen

Homeoffice-Pauschale, häusliches Arbeitszimmer und doppelte Haushaltsführung

Seit Beginn der Corona-Pandemie arbeiten viele Arbeitnehmer im Homeoffice. Um die ihnen hierdurch entstehenden Kosten für Heizung, Wasserverbrauch, Strom, etc. zum Teil auszugleichen, wurde für die Jahre 2020 und 2021 die sog. Homeoffice-Pauschale eingeführt. Diese beträgt 5 € pro Arbeitstag und ist auf 120 Arbeitstage pro Kalenderjahr begrenzt, auch wenn tatsächlich mehr Tage im Homeoffice gearbeitet werden. Die Jahrespauschale beträgt somit max. 600 €. weiterlesen

Das HLB Praxisforum Umsatzsteuer 2021

Bald ist es wieder soweit, Husemann & Partner informieren am Mittwoch, 3. November, von 9 Uhr bis ca. 10.30 Uhr praxisnah und digital zu diversen aktuellen Themen im Bereich der Umsatzbesteuerung.

Das sogenannte HLB Praxisforum Umsatzsteuer ist eine bundesweite digitale Veranstaltungsreihe, die vom Fachbereich Umsatzsteuer von HLB Deutschland, dem Netzwerk unabhängiger deutscher Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungskanzleien, initiiert wurde. weiterlesen

Überbrückungshilfe III Plus wird bis zum Ende des Jahres verlängert

Aufgrund der weiterhin andauernden coronabedingten Einschränkungen in einigen Branchen, hat die Bundesregierung die Überbrückungshilfe III Plus sowie die Neustarthilfe Plus bis zum 31. Dezember 2021 verlängert. 

Inhaltlich ist die verlängerte Überbrückungshilfe III Plus weitestgehend deckungsgleich mit dem Programm für die Monate Juli bis September 2021. Wie bereits zuvor sind Unternehmen mit coronabedingten Umsatzeinbrüchen von mindestens 30 Prozent antragsberechtigt und können ihre Anträge über prüfende Dritte stellen lassen.

Verzinsung von Steuernachforderungen und Steuererstattungen mit jährlich 6 Prozent ab dem Jahr 2014 verfassungswidrig

Mit Datum vom 18.08.2021 hat das Bundesverfassungsgericht den nachfolgenden Beschluss veröffentlicht: 

"Mit heute veröffentlichtem Beschluss hat der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts entschieden, dass die Verzinsung von Steuernachforderungen und Steuererstattungen in § 233a in Verbindung mit § 238 Abs. 1 Satz 1 der Abgabenordnung (im Folgenden: AO) verfassungswidrig ist, soweit der Zinsberechnung für Verzinsungszeiträume ab dem 01.01.2014 ein Zinssatz von monatlich 0,5 % zugrunde gelegt wird. weiterlesen

Rechtsprechungsentwicklung zur Herabsetzung der Miete wegen lockdownbedingter Betriebsschließungen 

Aufgrund der weiterhin andauernden Corona-Krise ist die Thematik bezüglich des Bestehens von Mietzinszahlungsverpflichtungen im Falle von lockdownbedingten Schließungen von Ladenlokalen noch immer brandaktuell. Zunächst wurde die Frage der Herabsetzung des Mietzinses in der Rechtsprechung fast einheitlich dahingehend beantwortet, dass eine solche nicht wegen eines Mangels an der Mietsache oder der grundsätzlichen Störung der Geschäftsgrundlage in Betracht komme.  weiterlesen

Anwendbarkeit des Wohnraummietrechts auf Gewerberaum möglich

Das Landgericht Cottbus hat in einem Urteil September 2020 entschieden, dass die Vorschriften des Wohnraummietsrechts auch bei Gewerberaum anwendbar sein können, und zwar aufgrund einer Vereinbarung zwischen den Parteien. Eine solche Vereinbarung ist ohne Weiteres zulässig. Daher sollte vor Abschluss des Mietvertrages – insbesondere bei der Verwendung eines Formulars bzw. Musters − überprüft werden, welche Regelungen Anwendung finden.  weiterlesen

Anwendungsfragen zur Verlängerung der Steuererklärungsfristen und der zinsfreien Karenzzeiten durch das Gesetz vom 25.06.2021

Angesichts der weiterhin andauernden, durch die Corona-Pandemie verursachten Ausnahmesituation hat der Gesetzgeber mit dem ATAD-Umsetzungsgesetz vom 25.06.2021 die Erklärungsfristen in beratenen wie auch in nicht beratenen Fällen sowie die zinsfreien Karenzzeiten für den Besteuerungszeitraum 2020 um drei Monate verlängert.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Steuerliche Entlastungen für Geschädigte der Hochwasserkatastrophe sowie weitere Billigungsmaßnahmen

Das Finanzministerium des Landes NRW hat mit Datum vom 23.07.2021 eine überarbeitete Fassung eines Verwaltungsschreiben veröffentlicht (ursprüngliche Fassung vom 16.07.2021), unter Anwendung dessen die Betroffenen der Hochwasserkatastrophe durch diverse Maßnahmen zur Vermeidung unbilliger Härten unterstützt werden sollen.

Das Erlassschreiben stellt die Antwort des Finanzministeriums auf die extremen Unwetterereignisse im Juli dar, welche in großen Teilen von NRW beträchtliche Schäden angerichtet haben.

Weitere Informationen zu dem Schreiben vom 23.07.2021 finden Sie hier.

Sobald weitere praktische Fragestellungen bzw. bislang nicht abschließend geregelte Sachverhalte seitens der Verwaltung näher konkretisiert werden, halten wir Sie an dieser Stelle auf dem Laufenden.

Besteuerung von Aufsichtsratsmitgliedern – das Ende des „Rosinenpickens“ naht...

War in der Vergangenheit klar, dass ein Gremiumsmitglied in jedem Fall unternehmerisch tätig ist und folglich als vollwertiger Unternehmer anzusehen war, wurde diese Konstante der Umsatzsteuer erstmals mit Urteil aus Juni 2019 durch den EuGH in Frage gestellt. Zahlreiche Urteile i. Z. m. den unterschiedlichsten Gremiumsmitgliedern folgten seither – alle zielten auf dem Urteilstenor des EuGHs aus 2019 ab, wonach fixe Vergütungen für eine Gremiumstätigkeit grundsätzlich nicht zu einer umsatzsteuerbaren Tätigkeit führen. weiterlesen

Ordnungsgemäße Nachweise zur steuerlichen Anerkennung des Betriebsausgabenabzugs von Aufwendungen für die Bewirtung

Mit Datum vom 30.06.2021 hat das BMF ein überarbeitetes Schreiben, betreffend der steuerlichen Anerkennung des Betriebsausgabenabzugs in Bezug auf Aufwendungen für die Bewirtung aus geschäftlichem Anlass, veröffentlicht; dieses Schreiben ersetzt den Erlass vom 21.11.1994. weiterlesen

Gesetzentwurf zur Modernisierung des Körperschaftsteuerrechts

Am 21.05.2021 hat der Bundestag den Gesetzentwurf zur Modernisierung des Körperschaftsteuerrechts beschlossen. Die Zustimmung des Bundesrates ist für Ende Juni 2021 geplant. weiterlesen

Grunderwerbsteuer: Verschärfungen für Share Deals

Im Jahr 2019 hatte die Bundesregierung den vergeblichen Versuch unternommen, die Grunderwerbsteuer zu reformieren, um Steuergestaltungen zur Vermeidung oder Verringerung der Grunderwerbsteuer durch sog. Share Deals einzuschränken. Die Änderung des Grunderwerbsteuergesetzes wurde jetzt beschlossen und am 17.05.2021 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. weiterlesen

Erweiterung und Verlängerung der Überbrückungshilfe III sowie der Neustarthilfe

Die Überbrückungshilfe III zur Unterstützung von Unternehmen und Selbstständigen bei coronabedingten Umsatzrückgängen im Förderzeitraum November 2020 bis Juni 2021 wurde am 13.04.2021 und am 09.06.2021 nochmals erweitert sowie zusätzlich als sog. Überbrückungshilfe III Plus bis September 2021 verlängert.  weiterlesen

Erleichterungen für umsatzsteuerliche Organschaften mit Personengesellschaften

Bei einer umsatzsteuerlichen Organschaft werden mehrere rechtlich selbstständige Unternehmen umsatzsteuerlich als eine Einheit behandelt. Eine von drei Voraussetzungen hierfür ist die finanzielle Eingliederung von einem oder mehreren Unternehmen (Organgesellschaften) in ein anderes Unternehmen (Organträger). weiterlesen

Änderungen beim Einbehalt von Kapitalertragsteuer

Das Gesetz zur Modernisierung der Entlastung von Abzugsteuern und der Bescheinigung von Kapitalertragsteuern wurde am 08.06.2021 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und tritt damit in Kraft. weiterlesen

Keine Umlaufbeschlüsse bei abweichenden Satzungsregelungen

Um Beschlüsse von Gesellschaftern in Anbetracht der Corona-Pandemie zu vereinfachen, hat der Gesetzgeber die gesetzlich vorgesehene Präsenzpflicht bei Gesellschafterversammlungen einer GmbH teilweise ausgesetzt. Beschlüsse können deshalb in den Jahren 2020 und 2021 im Umlaufverfahren gefasst werden, ohne dass alle Gesellschafter hiermit einverstanden sein müssen.  weiterlesen

Reform des Transparenzregisters zum 01.08.2021: Es besteht Handlungsbedarf

Mit Wirkung ab dem 01.08.2021 tritt eine weitere Reform des Geldwäschegesetzes (GwG) in Kraft, die im Wesentlichen eine Modifikation des Transparenzregisters zur Folge haben wird. Zentrale Änderung ist dessen Umstellung von einem Auffang- auf ein Vollregister. Das Transparenzregister dient als öffentlich zugängliches Verzeichnis der wirtschaftlich Berechtigten aller relevanten Unternehmen mit Sitz in der Bundesrepublik Deutschland. Eintragungen in dem Transparenzregister zu den wirtschaftlich Berechtigten waren bislang nur dann erforderlich und unverzüglich vorzunehmen, wenn sich die Angaben zu den wirtschaftlich Berechtigten nicht bereits aus anderen elektronisch abrufbaren Registern, also Handels-, Partnerschafts-, Genossenschafts-, Vereins- oder Unternehmensregister, ergaben (sog. Meldefiktion). Diese Meldefiktion entfällt zum 01.08.2021. Damit müssen künftig alle Gesellschaften mit Ausnahme der Gesellschaften bürgerlichen Rechts stets prüfen, wer ihre wirtschaftlich Berechtigten sind und deren Angaben (z.B. Vor- und Nachname, Geburtsdatum, Wohnort, Staatsangehörigkeit) auf dem aktuellen Stand halten, diese Angaben aufbewahren sowie unverzüglich und unaufgefordert an das Transparenzregister melden. weiterlesen

weitere News