CBAM – Ab 2026 entstehen zusätzliche externe Kosten
Der Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM) ist das CO₂-Grenzausgleichssystem der EU. Ziel ist es, einen fairen Wettbewerb sicherzustellen: Importierte Waren sollen mit einem vergleichbaren CO₂-Preis belastet werden wie entsprechende Produkte aus der EU. Damit ergänzt CBAM den bestehenden EU-Emissionshandel und soll so verhindern, dass CO₂-intensive Produktion ins Ausland verlagert wird. Bisher bestand die CBAM-Pflicht lediglich aus einer quartalsweisen, informatorischen Meldung der CO₂-Emissionen bestimmter Importgüter. Ab 2026 wird CBAM allerdings zu einem Bilanzthema – und damit zu einem echten Kostenfaktor: Unternehmen sind ab diesem Zeitpunkt verpflichtet, für ihre Importe CO₂-Zertifikate zu erwerben und entsprechende Zahlungen zu leisten.
- Stahl und Eisen
- Aluminium
- Strom*
- Wasserstoff*
- Dünger
- Zement
- Zolltarifnummern prüfen: Abgleich der importierten Warennummern mit Anhang I der CBAM‑Verordnung (z.B. Stahl‑Halbzeuge, Schrauben, Aluminiumprofile, Zementprodukte, Dünger).
- Anmeldung im CBAM-Register: Rechtzeitig die Zulassung und die technischen Zugänge beantragen.
- Denn nur noch zugelassene CBAM‑Anmelder dürfen betroffene Waren importieren.
- Importvolumina analysieren: Mengen und Lieferländer der letzten 2–3 Jahre auswerten, um eine realistische Kostenschätzung für 2026 zu erhalten.
- Szenario‑Rechnung: Auf Basis plausibler Emissionsfaktoren und ETS‑Preisszenarien eine Bandbreite möglicher CBAM‑Kosten kalkulieren, um die Auswirkungen auf Ihr Geschäft einschätzen zu können.
- Entscheidung, ob Standardwerte zu Berechnung der Emissionen herangezogen werden, oder ob individuelle Faktoren ermittelt werden sollen/können, um die Kosten zu reduzieren
- Entscheidung über Preisanpassungen im Verkauf betroffener Artikel
- CBAM‑Quick‑Check: Kurze Betroffenheitsanalyse anhand von Zolltarifnummern und Importdaten mit einer ersten Kostenschätzung für 2026.
- Prozess‑ und Kontrollberatung: Unterstützung beim Aufbau eines schlanken, prüfungssicheren CBAM‑Prozesses inkl. Rollenmodell und Dokumentation.
- Bilanzierungs‑ und Bewertungsfragen: Individuelle Ausgestaltung der Bilanzierung (Vorräte, Rückstellungen, Angaben im Anhang) im Einklang mit HGB & IFRS